Dies ist ein sehr schöner und interessanter Beitrag.

Hüttendorfer Ansichten

Da hängen sie nun an der Wand: einhundertundsechsundneunzig kleine Tafeln in eirunden Rahmen matten Goldes sind es geworden. Und es sind noch lange, lange nicht soviele, wie es hatten sein müssen. All die oberen Reihen zeigen nur ein weißes Blatt mit einem Namen und ein paar Zeilen darauf. Aber in den unteren Reihen, da wird es lebendiger. Um die Zeit herum, da der Dreißigjährige Krieg begann, hebt es an: Feine Kleinmalereien, mit spitzem vorsichtigem Pinsel auf gelb gewordenes Elfenbein gemalt. Aber man merkt es: der zarte Marderpinsel wollte nur widerwillig den harten und eigenwilligen Zügen folgen, die zu malen ihm aufgetragen war. Die weißen Halskrausen und die Rüschen, die Spitzen, die Puffärmel, und bei den „Herren“ die Blütenzarten „Jabots“ in den Bildern um das beginnende achtzehnte Jahrhundert herum, das alles wirkt bei denen da wie eitler Narrenplunder. „Herren?“ Nein, oh nein, nicht eine „Dame“ und nicht ein „Herr“ sind unter…

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