Das ZZ-Archiv

Aus:

Die Entstehung der freien Stadt Danzig (3)

Dr. Theodor Rudolph,
Herausgeber, „Danziger Schriften für Politik und Wirtschaft“

Die vom 16. Juni 1919 datierte Antwortnote der alliierten und assoziierten Mächte auf die deutschen Gegenvorschläge und Bemerkungen zu den Friedensbedingungen endet mit der an Deutschland gerichteten Aufforderung, binnen einer Frist von fünf Tagen eine bindende Erklärung dahin abzugeben, daß Deutschland bereit sei, den Vertrag, wie er ist, zu unterzeichnen. Die alliierten und assoziierten Mächte glauben, so heißt es in jener Note,

„daß dieser Vertrag nicht nur eine gerechte Regelung des Krieges darstellt, sondern auch die Grundlage schafft, auf der die Völker Europas auf dem Fuße der Freundschaft und der Gleichheit untereinander leben können“.

Am 17. Juni wird die Fünftagefrist großmütig um zwei Tage verlängert. Die deutsche Delegation verläßt Versailles. In der Frühe des 19. Juni trifft sie in Weimar ein. Am folgenden Tage tritt das Kabinett Scheidemann zurück und macht der…

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